Insolvenzprognose für das Jahr 2007 |
| 13.06.2007 |
| Bereits im letzten Jahr machte sich der Trend steigender Privatinsolvenzen und rückgängiger
Unternehmensinsolvenzen bemerkbar. Nach den ersten Monaten dieses Jahres scheint sich auch im Jahr 2007 nichts
daran zu ändern. |
Rückgang der Unternehmensinsolvenzen im Januar 2007 |
| Im Januar wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 2.416 Insolvenzen von Unternehmen gezählt.
Dies ist ein Rückgang der Unternehmensinsolvenzen im Vergleich zum Vorjahresmonat von 6,6%. Damit ist bereits
seit Beginn des Jahres 2005 ein deutlicher Rückgang der Insolvenzen von Unternehmen zu verzeichnen. Die
Privatinsolvenzen nahmen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 25,7% auf 8.961 Fälle zu. Zählt man zu den
Unternehmens- und Verbraucherinsolvenzen noch die Insolvenzen von privaten Schuldnern und Nachlassinsolvenzen
hinzu so lag die Gesamtzahl der Insolvenzen im Januar 2007 bei 14.082 Fällen, was einen Zuwachs um 15,2% zum
Vergleichsmonat im Jahr 2006 ausmacht. |
Der Trend setzt sich weiter fort |
| Auch im Folgemonat Februar 2007 wurde der zu beobachtende Trend weiterhin bestätigt. Für diesen Monat meldete
das Statistische Bundesamt 2.340 Unternehmensinsolvenzen, was sogar einen Rückgang zum Februar 2006 von 15,1%
bedeutet. Mit 8.207 Fällen für den Februar 2007 nahmen dagegen die Verbraucherinsolvenzen um 22,2% im Vergleich
zu dem Vorjahresmonat zu. Dank der guten Konjunktur ist auch weiterhin mit einer Abnahme der Unternehmensinsolvenzen
für das Jahr 2007 zu rechnen. Dagegen macht die gestiegene Mehrwertsteuer und damit auch die Mehrausgaben für die
privaten Haushalte einen Rückgang der Verbraucherinsolvenzen für diess Jahr eher unwahrscheinlich. |
Große Summen an ausstehenden Forderungen |
| Auf insgesamt voraussichtlich 6,1 Milliarden Euro gegenüber 5,1 Milliarden Euro im gleichen Zeitraum des
Vorjahres belaufen sich laut der Gerichte die Forderungen der Gläubiger für die beiden Monate Januar und Februar 2007.
Die Unternehmensinsolvenzen machen hierbei zwar nur etwa 1/5 der Insolvenzfälle aus, dennoch entfällt auf sie die
Summe von 2/3 aller Forderungen. |
|
| Quelle: Statistisches Bundesamt |
|